starke Beziehungen - so kann es gelingen

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser

Gerne teile ich hier mit Ihnen Texte, Erfahrungen und Erkenntnisse aus meinem Alltag, die für mich in der  Beziehungspflege immer wieder wertvoll und eindrücklich sind. 

 

Ich freue mich, wenn Sie aus meiner Schatzkiste etwas für sich und Ihren Weg brauchen können und es auch Ihnen Vertrauen und Orientierung geben kann.

Wie bringe ich Kinder dazu, besser zuzuhören

Kinder haben eigene Geschichten und Gedanken im Kopf und finden die Ansagen und Prioritäten der Eltern oft nicht so wichtig....ja so ist es nun mal.Damit sich Kinder gesund entwickeln können, ist es sehr wichtig und wesentlich, dass sie sich auf ihre Dinge konzentrieren und in ihre Phantasie- und Kinderwelt abtauchen können.

 

Was können Eltern nun tun, wenn sie wollen, dass ihr Kind mit ihnen im Kontakt ist, ihnen zuhört, also auftaucht aus der Kinderwelt und für die Anliegen der Eltern offen ist?

 

Du als Vater oder Mutter musst eine Verbindung aufbauen und den Empfang sicherstellen. Das ist der erste und entscheidende Schritt, damit es klappt.

Du redest ja auch nicht in dein Handy, bevor auf der anderen Seite jemand abgenommen hat oder?

 

 

 1. Stelle sicheren Empfang her: Auf Augenhöhe gehen, das Kind ev leicht berühren, warten auf Augenkontakt und dann fragen: Kannst du mir zuhören? 

 

2. Wiederhole nicht deine Frage, wenn dein Kind nicht reagiert, sondern gehe zurück zum Anfang, zurück auf Start.

 

3. Rede in kurzen, klaren Sätzen, damit dein Kind die Aufmerksamkeit behalten kann. Wähle eine Ich-Botschaft oder sage deinem Kind freundlich, was genau es tun soll.

 

4. Versetze dich in die Lage des Kindes und sage zum Beispiel: Ich weiss, du würdest so gerne noch weiter spielen....und für mich ist es jetzt wichtig, dass du ins Bett gehst. 

Auch in der Partnerschaft oder allgemein mit anderen Erwachsenen ist es auch sehr hilfreich, sich immer wieder in die Lage des anderen zu versetzen und sich vorstellen, wie es da grad so ist....und ob mein Anliegen wohl gelegen kommt.

 

5. Gib bei Widerstand ev eine Wahlmöglichkeit: Kannst du sofort kommen oder in fünf Minuten? Okey, ohne Theater in fünf Minuten, Hand drauf!

Willst du zuerst Zähne putzen oder zuerst Pischi anziehen ? 

 

6. Atme tief durch, spüre gut deine Füsse, bleib ruhig und erinnere dich daran, dass es kein gefährlicher Notfall ist. Es ist nur dein Kind, das gerade etwas anderes will als du. Es steht kein Tiger vor dir.  

Also, warte einfach etwas ab und bleibe mit deinem Blick freundlich.

 

7. Die Betroffenen zu Beteiligten machen:

Wenn die Kinder schon alt genug sind, kannst du mit ihnen in einem ruhigen Moment Ideen sammeln für solche Übergänge oder sonst wiederkehrend schwierige Momente. Kinder haben oft coole Ideen, wenn sie gefragt werden. Sie werden besser kooperieren, wenn sie bei der Problemlösung mitreden dürfen. Wichtige Abmachungen z.B. festhalten mit Zeichnungen/Symbolen.

 

8. Baue Humor ein und erinnere dich auch mal wieder an deine Kinderzeit: Nimm dein Kind jeweils auf den Rücken bis ins Bad oder macht ein Wettrennen auf allen Vieren, hüpft auf einem Bein oder lege für dein Kind eine Straße auf den Boden mit den Kleidern: Socken, Unterhose, Unterhemd, Shirt, Hose... 

 

9. Rituale helfen und je etablierter sie sind, umso weniger musst du jedes Mal den Säulitreiber spielen.

Da braucht es von dir auch etwas Disziplin und gutes Vorleben und den Kids gibt es viel Sicherheit, wenn gewisse Dinge immer gleich ablaufen. Alle digitalen Geräte abstellen und ganz präsent beim Ritual sein.

Ev Fotos oder Zeichnungen machen von den einzelnen Stationen des Rituals und aufhängen: Beispiel Morgenritual vom Aufstehen bis zum tschüss sagen mit Bildern festhalten, dann kann das Kind mit der Zeit sich da selbst orientieren. 

 

10. Sei selbst Vorbild im gut Zuhören, dann hört dir dein Kind auch besser zu. Unterbreche kurz deine Tätigkeit, wenn dein Kind dir etwas erzählen will oder von dir etwas braucht. Nimm dir diese Zeit, es lohnt sich langfristig.

Erinnere dich daran: Alles was du investierst und aussendest, kommt zu dir zurück 🌟🌟🌟🌟🌟

 

Der Weg in eine positive Zukunft

 

Wer Dankbarkeit regelmässig bewusst wahrnimmt und zelebriert, vor allem auch für kleine und unscheinbare Dinge, kann langfristig glücklich, zufrieden und ausgeglichen leben.

Dort wo du den Fokus und deine Aufmerksamkeit hinlenkst, dort ist auch deine Energie.

Nutze diese Chance jetzt jeden Tag, am besten am Morgen mit Blick auf den neuen Tag und am Abend vor dem Schlafen.

 

Auch die Kinder lieben diese Rituale und es gibt ihnen Geborgenheit und Zuversicht! Sie können entspannt schlafen, wenn am Abend die Gedanken auf positive Aspekte des Lebens gelenkt  und diese auch ausgesprochen werden. Wichtig ist, dass auch die Eltern ihre positiven Erlebnisse des Tages laut reflektieren, das gibt allen ein Gefühl der Verbundenheit und Nähe.

Dein Kind hört dich erst, wenn es auf Empfang ist

Kinder wollen sich gesund entwickeln, ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Welt mit allen Sinnen entdecken.

Dafür ziehen sie sich gerne in ihr Spiel zurück und schützen sich so vor der grossen Welt der Erwachsenen. 

 

Wenn du nun deinem Kind etwas sagen oder mit ihm etwas besprechen willst, braucht es dein persönliches Erscheinen, damit deine Botschaft überhaupt ankommt.

Es reicht nicht, wenn du von weitem rufst, denn so ist es für dein Kind sehr unverbindlich und es kann auf die Distanz deine Gefühle nicht wahrnehmen. 

 

Ist dir also etwas sehr wichtig, dann geh zu deinem Kind hin, stell Augenkontakt und ev auch Körperkontakt her. Nur so hat dein Kind echt eine Chance, auf Empfang zu sein und dein Anliegen wahrzunehmen. 

Dein Kind kann so erkennen, dass dir etwas wirklich wichtig ist....

Sprich kurz und klar an, was du willst oder brauchst, ohne Vorwurf, und verstärke dein Anliegen eher durch schweigen und warten statt x mal das gleiche zu sagen....

 

Hast du es gerne, wenn dein Kind von weitem etwas durchs Haus brüllt oder dir x mal mit etwas in den Ohren liegt? Oft hören Kinder ihre Eltern sagen: Komm doch zu mir, wenn du etwas von mir willst. Ich mag es gar nicht, wenn du mir von weitem etwas zurufst... ;)

 

Unsere Kinder sind sehr kooperativ, wenn wir Eltern immer wieder gute Vorbilder sind;)

 

Ja und statt ja aber...

 

Nach Aussagen wie „Ich verstehe dein Verhalten, aber...“ kann von Verstehen kaum mehr die Rede sein, denn alles was einem ABER folgt, macht den ersten Teil der Aussage schnell zu nichte. Es bremst oft aus, entmutigt und verunsichert. 

Das JA suggeriert zuerst eine Zustimmung, doch dann folgt durch das ABER eine Ablehnung.

Ein Standpunkt wird über den anderen gestellt und damit bewertet. 

Oft löst dieses ABER dann auch Widerstand und Diskussionen aus. 

So auch bei „ Ich bin gerne mit dir zusammen, aber...“ „Ich bin traurig, aber...“. „ Ich vermisse dich, aber,....“ „Ich habe Verständnis für deine Entscheidung, aber....“ „ Dein Erfolg freut mich, aber...“ „Deine Unterstützung war für mich prima, aber...“ 

 

Verfällst du selbst einmal in die ABER-Versuchung, dann halte das ABER wenn möglich zurück und ersetze es durch ein UND. Nehme bewusst wahr, welche Wirkung es hat und ob du einen Unterschied wahrnehmen kannst.

UND ist ein magisches Wort, weil es etwas Positives und Verbindendes bewirkt. Auf diese Weise werden zwei Standpunkte neben einander gestellt, auf die gleiche Ebene. Sie können parallel bestehen und laden zu kreativen Gedanken ein. 

Ein UND führt viel eher zur Entspannung einer Situation. Dein Gegenüber kann zuhören und konstruktiv kann ein gemeinsames Ziel verfolgt werden. Neue Ideen bekommen Raum und kreative Möglichkeiten entfallen sich. 

Probiere es doch aus!

Zitate - die wertvollen Reminder im Alltag

 

Zitate helfen oft im Alltag, zu fokussieren und sich wieder den eigenen Werten zuzuwenden...und

Jesper Juul hat viele davon sehr treffend formuliert...

 

Zeit ist ein Wundermittel bei Konflikten mit Kindern in jeder Altersstufe.

 

Wenn ein Familienmitglied plötzlich aggressiv wird, bedeutet das:

Ich fühle mich nicht so geachtet, wie ich das gerne hätte, sondern fehl am Platz, als Aussenseiter und Störfaktor.

 

Es ist gar nicht so einfach, die Fähigkeiten eines Kindes richtig einzuschätzen, weil sich Kinder sehr bemühen, den Erwartungen der Eltern,  auch den unausgesprochenen, gerecht zu werden.

 

Einigkeit, die bloss auf Anpassung beruht, gewährt nur kurzzeitig ein hohes Mass an Sicherheit. Auf lange Sicht ist es eine Zeitbombe.

 

Wie kann ich die Botschaften meiner Kinder übersetzen

 

 

 

Oft teilen unsere Kinder uns ihre Gefühle oder Bedürfnisse verschlüsselt mit.

Es ist darum sehr hilfreich, wenn wir den Code knacken und die Botschaft dahinter verstehen können, denn so können wir passend und hilfreich reagieren:

 

Hier geht es zu einem Text einer Kollegin von familiylab, der mir sehr gefällt!

https://mayarisch.ch/was-willst-du-mir-sagen/

 

 

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt Mahatma Gandhi

 

Wenn ich als Mutter/Vater unzufrieden bin mit meinem Kind oder sonst einer Person, dann sollte ich mich ein paar Minuten vor den Spiegel stellen und mich selbst anschauen.

Was hat das gerade mit mir zu tun, was mich da so aufregt? Was ist mein eigener Anteil an meinem momentanen Stress oder Ärger und was davon spiegelt mir mein Gegenüber in diesem Moment?

 

Es tut mir immer wieder gut, mutig in den Spiegel zu schauen und die eigenen Anteile zu reflektieren, denn es ist immer eine Chance für Wachstum und Entwicklung.

 

Meine Gefühle in einer Situation entstehen immer auf Grund meiner Gedanken und meiner  inneren Bewertung und nur ich selbst bin verantwortlich dafür.

Niemand anders ausser mir kann meine Gefühle machen oder beeinflussen.

 

Ich habe also immer wieder die Wahl und Chance, meine Gedanken neu zu gestalten...und meine Welt so positiv zu verändern.

 

Robert Betz berichtet über die Kinder als unsere Spiegel: https://www.youtube.com/watch?v=RZWllVWpQEY

 

 

 

Das gute Mass zwischen Selbst-, Mit- und Fremdbestimmung ermöglicht eine geborgene Kindheit

 

 

 

 

Je freier und gesünder

sich Kinder entwickeln dürfen,

desto direkter werden sie als Jugendliche

ihren Eltern - im Positiven wie im Negativen -

die Rechnung präsentieren.

Jesper Juul

 

 

 

Diese Aussage von Jesper Juul berührt mein Herz auf besondere Weise, weil ich es genau so erlebt habe. 

Für uns war es immer sehr wichtig, dass unsere Kinder schon früh viel Selbst- und Mitbestimmung im Familienalltag und vor allem auch in ihren eigenen Angelegenheiten hatten. Wir hatten Vertrauen in ihre Wahrnehmung, Gefühle, Ideen und Kreativität und liessen sie mitdenken, mitentscheiden und ausprobieren. Die gemeinsamen Reflexionen über Gelungenes und auch Misslungenes boten uns allen Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung.

Es war eine wichtige und massgebende Basis, damit auch die Jahre der Pubertät gelassen und in guter Verbindung und Beziehung gelingen konnten.

 

Ich wünsche es jungen Eltern von Herzen, dass sie Ängste ablegen, die grossen Chancen von gelebtem Vertrauen, Respekt und Dialog schon früh erkennen und in den Familienalltag einfliessen lassen können. Alles was Eltern aussenden, kommt früher oder später zurück.

Vom Umgang mit schlagenden und wütenden Kindern

 

Immer wieder werde ich gefragt, warum denn Kinder schlagen und wie Eltern damit umgehen sollen...

Es ist vollkommen normal, wenn wütende Kinder hauen. Es passiert deshalb, weil das Kind nicht mehr weiß, wie es seine heftigen Gefühle (Aggressionen) regulieren soll. Das Kind wird von seinen Gefühlen regelrecht überschwemmt und ferngesteuert.

Wenn es sehr verärgert und frustriert über eine Situation ist, kann es diese Belastung nicht länger aushalten und sucht über den Körper nach einem Ventil. Ein Kind kann seine Gefühle lange nicht sprachlich ausdrücken und  sagen: “Mama, mir wird grad alles zu viel und ich bin überfordert! Ich bin grad so wütend  und / oder habe so Angst...."

Die Regulation der starken Gefühle braucht also viel Zeit und viele Entwicklungsschritte. Es braucht zudem einfühlsame Begleitung der Eltern und die Einsicht, dass es nicht persönlich gegen die Eltern oder ein anderes Kind gerichtet ist. 

Die Aggression selbst ist an und für sich ein wichtiges Gefühl. Ohne sie könnten wir uns nicht verteidigen, keine Ziele verfolgen, nichts anpacken usw.

Aggression in der konstruktiven Form ist also als sehr wichtig für die Entwicklung eines Menschen.

 

Hier findest du weitere sehr hilfreiche Antworten der Fachfrau Andrea Schiefer zum Thema "Wieso hauen Kinder" und wie können Eltern entspannter damit umgehen.

DANKE Andrea für deine umfangreichen Erklärungen mit Herz.

 

https://herzensglueckskind.com/2016/05/20/wieso-hauen-kinder

Dann und wann innehalten, still werden, zur Ruhe kommen

 

Dann und wann innehalten,

stehen bleiben,

mich hinsetzen,

zurückschauen,

voraussehen, 

in mich hinein hören

und prüfen,

ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Max Feigenwinter

 

 

Damit es gelingt, plane ich in meiner Agenda Termine mit mir selbst und auch diese sind verbindlich.

Eine Absage ist keine Option, denn ich bin für mich selbst der wichtigste Mensch in meinem Leben und nur wenn ich gut und zuverlässig für mich selbst sorge, kann ich ein gesundes und zufriedenes Leben führen.

Alles was ich mir im Aussen wünsche, muss zuerst bei mir selbst beginnen.

Was Kinder zur Kooperation motiviert

Mitbestimmung der Kinder fördert die Kooperation 

Viele Kinder rebellieren und leisten Widerstand, weil sie in ihrem Alltag, auch in der Schule,  sehr viel Fremdbestimmung und eher wenig Selbst- und Mitbestimmung erleben. Da Autonomie ein sehr starkes Bedürfnis des Menschen ist, übrigens bis zum Ende des Lebens, sind Kinder sehr offen und dankbar für Mitbestimmung in der Familie: 

Kinder streben von klein auf nach Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit. Im Erziehungsalltag wird oft von Macht Gebrauch gemacht, weil Eltern den Gehorsam der Kinder erwarten und dabei die Kreativität und Kooperation ihrer Sprösslinge unterschätzen.

Macht in der Erziehung zu nutzen, schadet meist der Beziehung und der Stimmung und untergräbt die Integrität der Kinder. Kinder erleben sich dabei als minderwertig, herabgesetzt und entmutigt.

Mit einem Familienrat und einer gemeinsamen Lösungssuche, erleben Kinder, dass ihre Meinung wichtig ist. Ihnen wird zugetraut, bei der Lösungsfindung mitzudenken und mitzugestalten.

Indem Kinder in die Lösung involviert sind, fühlen sie sich ernst genommen, wertgeschätzt, zugehörig und gleichwertig. Wer involviert ist und mit seiner Meinung gehört und ernst genommen wird, hat auch wesentlich mehr Lust zum Kooperieren.

 

Auch Bienen halten Familienrat

Wenn ein Teil des Bienenstocks mit der alten Königin ausschwärmt, müssen diese Bienen einen neuen Wohnort finden. Mehrere hundert Bienen gehen auf Kundschaft und berichten über ihren Fund. Und jetzt kommt das Verblüffende: Wenn diese Kundschafterinnen zurück kommen, werden diese Entdeckungen diskutiert und bewertet - es gibt einen demokratischen Entscheidungsprozess. Der neue Wohnort wird gemeinsam entschieden. Ganz wie das im Familienrat gemacht wird.

 

Also, nimm die Bienen als Vorbild und lade deine Familie zum Familienrat ein.

Als Startthema wählst du am besten ein einfaches Thema wie z.B. einen gemeinsamen Ausflug planen oder den Sonntagnachmittag gestalten.

Die Konfliktthemen kannst du einbringen, wenn ihr schon Erfahrungen und vor allem Vertrauen in diese Art der Lösungsfindung gesammelt habt.

 

Es geht auch prima, wenn ihr zu zweit etwas lösen müsst, auch als Elternpaar, und dabei alle Bedürfnisse und Ideen berücksichtigen wollt.

Wenn nicht alle Kinder von einem Thema betroffen sind, dann lieber nur mit dem betroffenen Kind die Lösungen auf diese Art suchen. Das geht oft viel schneller und die Kinder schätzen die Exklusivzeit und das offene Ohr der Eltern oder einem Elternteil.

 

Hier geht es zu einer Anleitung des Familienrates, sehr anschaulich erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=Ibeq0T81dqo

 

Als ich mich selbst zu lieben begann

Text von Charlie Chaplin

 

Vertrauen

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich Vertrauen!

 

Selbstachtung

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif noch der Mensch dazu bereit war und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt sich Selbstachtung!

 

Authentisch-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man Authentisch-Sein!

 

Reife

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife!

 

Ehrlichkeit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit! 

 

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe!

 

Einfach-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Einfach-Sein!

 

Vollkommenheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, immer weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich jeden Tag und nenne es Vollkommenheit!

 

Herzensweisheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich Herzensweisheit!

 

Das ist das Leben

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben!